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Projekt „Hallo Demokratie“: Neue Dialogmoderator*innen gesucht!
Die Landeshauptstadt Stuttgart sucht neue Dialogmoderator*innen für das Projekt „Hallo Demokratie“. Interesse? Eine ausführliche Ausschreibung mit allen Details gibt’s hier.
Aktionstag für Geflüchtete
Langsam wird das Wetter sommerlich und das wurde sofort genutzt: Am 11. Mai fand ein Aktionstag auf dem Sportplatz des VfL Stuttgart statt. Der Schwäbische Turnerbund (STB) rief verschiedene Akteure zusammen und organisierte einen Tag Sport für die Kinder der Notunterkunft an der Hanns-Martin-Schleyer-Halle. Seit einigen Wochen sind dort geflüchtete ukrainische Familien untergebracht. Den Kindern sollte Sport und Abwechslung geboten werden. Neben dem STB selbst, beteiligten sich die Württembergische Sportjugend (WSJ), die Kinderturnstiftung Baden-Württemberg (KTS BW), der Tischtennis Verband Baden-Württemberg (TTBW), der Basketballverband Baden-Württemberg (BBW), der Volleyball-Landesverband Württemberg (VLW), die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und auch wir – das GES.
Die Kinder und deren Eltern konnten verschiedenste Sportarten austesten oder einfach auf einer Hüpfburg toben. Da es an der Unterkunft spontan ein paar Änderungen in der Belegung gab, dauerte es ein wenig, bis sich die ersten Teilnehmenden auf den Sportplatz einfanden. Aber für die Kinder und die begleitenden Erwachsenen war die Aktion ein voller Erfolg. Außerdem gab es für alle Beteiligten die Möglichkeit, sich über die Situation an der Notunterkunft auszutauschen und auch Projekte über die einmalige Aktion hinaus im Blick zu behalten.
Am Ende gab es dann auch noch Eis, sodass ein heißer Sommertag gemütlich ausklingen konnte.
„feel good!“-Sportaktionstag in Stuttgart-Wangen
Endlich ein Stückchen Normalität: Am 12. und 13. Mai fand bereits zum zweiten Mal der „feel good!“-Sportaktionstag statt. Nach einem von Corona geprägtem Jahr konnte wieder ein Sporttag für 350 Schülerinnen und Schüler der Wilhelmsschule Wangen stattfinden. Fünf Einrichtungen aus Stuttgart-Wangen haben abwechslungsreiche Aktionen gestaltet, um die Kinder in Bewegung zu bringen und ihre Angebote vorzustellen. „Idee ist es, aufzuzeigen, dass es in fußläufiger Entfernung tolle Angebote gibt, die auch in der Freizeit aufgesucht werden können. Dadurch, dass die Kinder die Orte mit der Klasse besucht haben, trauen sie sich vielleicht auch eher mal allein hin“ erklärt unsere Kollegin Liv.
Unter dem Motto „In Bewegung, on the move“ bot das Kinder- und Jugendhaus B10 einen Stationenlauf in und um den neu erbauten Treffpunkt für junge Menschen an. Die evangelische Jugendarbeit nutzte die Airtrack, eine mit Luft gefüllte Turnmatte, um unterschiedliche Sprünge zu erproben und schickte die Kinder zur Entspannung auf eine Traumreise. Von dort ging es für die Klassen weiter zum Aktivspielplatz Krempoli, bei dem es einen Hindernisparcours zu überwinden galt und die Geschicklichkeit unter Beweis gestellt werden musste. Die Sportkultur Stuttgart präsentierte ihre breite Angebotspalette und ihr Sportvereinsgelände mit einem Ballspiel. Als letzte Station standen kooperative Aufgaben von uns auf dem Programm. Die Kinder mussten mit einer Frischhaltefolie eine Wasserleitung bauen und durch guten Klassenzusammenhalt ein Huhn klauen. „Die Aufgaben sind bewusst so gestellt, dass sie nur gemeinsam gelöst werden können. Drängt sich einer in den Vordergrund oder zieht sich aus der Aufgabenstellung raus, hat das unmittelbare Auswirkungen auf den Erfolg der Aufgabe“, sagt unsere Kollegin Carola.
Am Ende waren alle müde, aber zufrieden. Malak aus der 4. Klasse fand den Tag schön, weil sie sich viel bewegen konnten und endlich mal gelernt haben als Klasse zusammenzuhalten. Frau Schädel, Klassenlehrerin einer 3. Klasse sagt: „Der Sportaktionstag war top organisiert. Man konnte mit seiner Klasse einfach von Ort zu Ort laufen und die abwechslungsreichen Stationen genießen. Durch die Spiele wurde der Zusammenhalt in der Klasse gestärkt und manche Kinder sind förmlich über sich herausgewachsen. Es ist toll, die Kinder mal in einem anderen Zusammenhang als im Unterricht zu erleben. Ich denke das ein oder andere Kind ist jetzt durchaus angefixt auch mal andere Sachen auszuprobieren.“
Der Sportaktionstag fand im Rahmen von „feel good!“ einem breit angelegten Netzwerkprojekt zur Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen statt und wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen der Bewegungskampagne der Deutschen Sportjugend (dsj) gefördert.
Das GES an der Ameisenbergschule: Elias berichtet
Sportliche Aktivitäten verbinden Kinder und Jugendliche miteinander. Außerdem bietet der Sport eine Abwechslung zum Alltag und lässt viele ihre Sorgen und Probleme für einige Zeit vergessen. Spaß steht bei den meisten Teilnehmenden an erster Stelle. Auf diese Vorteile haben die aus der Ukraine nach Deutschland geflüchteten Kinder und Jugendlichen in letzter Zeit verzichten müssen…
Mein Name ist Elias Mayr und ich habe nach meinem Abitur ein FSJ beim GES begonnen. In meiner täglichen Arbeit führe ich u.a. Sportangebote für und mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen durch. Eines dieser Angebote findet einmal pro Woche an der Ameisenbergschule in Stuttgart-Ost statt. Dort biete ich ein Sportprogramm in einer Vorbereitungsklasse an. Meistens spielen wir verschiedene Ball- sowie Fangspiele, welche einfach zu verstehen und ohne fortgeschrittene sprachliche Kenntnisse gut zu bewältigen sind. Es geht mir vor allem darum, den Zusammenhalt der Kinder untereinander zu stärken und ihnen Spaß am Sport und der Bewegung zu ermöglichen. Dabei kommt es mir gar nicht so sehr auf die Art des jeweiligen Spieles an, sondern darauf, ob jedes Kind mit Freude dabei ist und die Regeln verstanden hat. Ich beobachte, dass die Kinder auf diese Weise gut miteinander in Kontakt kommen und sich immer besser kennenlernen.
In letzter Zeit steigt die Anzahl geflüchteter Kinder aus der Ukraine an der Schule sehr. Mit jeder Woche begrüße ich neue Gesichter in der Sporthalle. Wo viele anfangs zurückhaltend und schüchtern wirken, kann man bei den teilnehmenden Kindern von Woche zu Woche verschiedene Veränderungsprozesse beobachten. Sie bringen sich stärker ein und freuen sich immer wieder aufs Neue auf unsere gemeinsame Stunde. Die Klassenlehrerin Marzia Alesi beschreibt ihre Gedanken zum Angebot wie folgt:
„Von der Zusammenarbeit mit dem GES bin ich als Lehrerin einer Vorbereitungsklasse sehr begeistert. Die Kinder profitieren nicht nur im Sinne von Bewegung und Fitness stark davon, sondern erlernen auch wichtige soziale, sowie sprachliche Kompetenzen in einem lockeren Umfeld. Dabei werden sie von motivierten Mitarbeitenden unterstützt, die es sehr gut schaffen, den Kindern Freude am Spielen miteinander zu vermitteln.“
Ich selbst finde die Ameisenbergschule beispielhaft. Dank der schnellen Aufnahme der Kinder an der Schule, können sich diese sich ebenso schnell mit der deutschen Sprache vertraut machen. Zudem wird in meinen Augen die Integration der Kinder hervorragend gefördert.
Übrigens: STUGGI.TV hat einen coolen Kurzfilm über die Ameisenbergschule gedreht. Den Link dazu gibt es hier.
Moin, David!
Moin! Der Frühling kommt und bringt wärmeres Wetter und Sonnenschein mit. An den Hochschulen beginnt ein neues Semester und das bedeutet auch für das GES Veränderungen. Ein neues Gesicht im Team bin ich. Ich heiße David Dörne und habe mein Praktikum Mitte März gestartet. Ich studiere Soziale Arbeit im sechsten Semester an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg. In den vergangenen Semestern konnte ich vieles in der Theorie lernen und hoffe, diese nun mit der Praxis verknüpfen zu können. Nach fünf Onlinesemestern ist es eine willkommene Abwechslung wieder unter Menschen zu sein und meine theoretischen Vorkenntnisse mit Sport zu verknüpfen. In meiner Freizeit findet man mich des Öfteren auf einem Fußball- oder Badmintonfeld – oder auf dem Rad. Und darüber hinaus könnt ihr mich gut an meinen unterschiedlichen Socken erkennen, wenn wir mal wieder Masken aufhaben. Auf spannende und sportliche sechs Monate!
Welcome, Ellen!
Hallo! Ich bin Ellen und studiere Soziale Arbeit im vierten Semester an der Hochschule Esslingen. Von März bis Ende August darf ich beim GES praktischen Erfahrungen sammeln.
Etwas zu mir: Ich bin bis zu meinem 13. Lebensjahr in England aufgewachsen und habe dementsprechend das Vergnügen, die sportlichen Angebote und Erfahrungen sowohl aus England, als auch aus Deutschland im Rahmen meines Praktikums miteinzubeziehen. In meiner Schulzeit habe ich viele verschiedene sportliche Angebote besucht und vieles ausprobiert. Derzeit trainiere ich Zuhause mit Gewichten und powere mich gerne bei HIIT-Workouts aus. Sonst werfe ich auch gerne mal ein Football mit Freunden durch die Gegend.
Ich hoffe, durch die Arbeit beim GES möglichst viele praktische Erfahrungen in mein weiteres Studium sowie in mein weiteres Berufsleben mitzunehmen und mich dabei als Person weiterzuentwickeln.
Ich freue mich auf die Mitarbeit!
Sport und soziale Kompetenzen: Rückblick auf mein Praxissemester beim GES
Für Kinder und Jugendliche steht bei vielen sportlichen Aktivitäten nicht die Leistung, sondern der Spaß an erster Stelle. Doch was bedeutet es für Kinder und Jugendliche, Spaß zu haben? Viele verknüpfen Bewegung und Sport mit positiven Erlebnissen. Mein Praktikum beim GES hat mir gezeigt, wie wichtig sportliche Einheiten für das Erlernen sozialer Kompetenzen sind und welche Chancen speziell Kindern hierdurch eröffnet werden können.
Mein Name ist Nina und ich studiere Soziale Arbeit an der Hochschule Esslingen (siehe hierzu auch: https://www.gemeinschaftserlebnis-sport.de/hi-nina/).Während meines Praxissemesters beim GES war ich unter anderem an Unterkünften für geflüchtete Menschen und habe dort Sportangebote für Kinder durchgeführt. In den wöchentlichen Angeboten konnte ich bei den Teilnehmenden verschiedene Veränderungsprozesse beobachten. So achten diese mittlerweile mehr aufeinander, halten sich besser an Spielregeln und verstehen auch besser Deutsch. Ich habe den Eindruck, dass für manche Kinder unser gemeinsames Sportangebot das Highlight der Woche war.
Viele Sportspiele beinhalten, dass eine Gruppe zusammen ein Ziel erreichen soll. Sei es zum Beispiel beim Fußball, wo man mehr Tore als die gegnerische Mannschaft erzielen will, oder dabei, als Gruppe einen Parcours zu klettern. Bei Spielen, bei denen mehrere Mannschaften gegeneinander antreten, sind die Teilnehmenden der Gewinnermannschaft stolz, was wiederum deren Selbstbewusstsein stärkt. Aber auch die Verlierermannschaft kann durch das Spiel soziale Kompetenzen erwerben. Denn sie muss lernen, damit umzugehen, dass nicht jeder gewinnen kann und, dass das auch in Ordnung ist.
Als anleitende Person konnte ich den Kindern somit auch Impulse geben, die Emotionen und Handlungen anderer Kinder zu verstehen, oder die eigenen zu kontrollieren. Der Sport ist also auch ein wichtiges Mittel, das Toleranzverhalten der Kinder zu fördern und Erfolgserlebnisse zu schaffen, an denen sie wachsen können.
BasKIDball goes 0711
Wer an Basketball in Deutschland denkt, denkt automatisch auch an Dirk Nowitzki. Dieser ist aber nicht nur einer der erfolgreichsten Vorzeigesportler überhaupt, er setzt sich mit dem Projekt „BasKIDball“ auch für die Zukunft von Kindern und Jugendlichen ein. Seit der Gründung im Jahr 2007 in Bamberg agiert der ehemalige NBA-Superstar als Schirmherr des Projekts, welches in den letzten 14 Jahren einige Standorte hinzugewinnen konnte. Ganz neu mit dabei ist der Standort Stuttgart in Kooperation mit dem GES.
Mittels Spiel und Sport jungen Menschen spielerisch soziale Kompetenzen vermitteln – das beschreibt den Grundgedanken von BasKIDball. Hierbei geht es in erster Linie nicht um sportlichen Erfolg, sondern um gemeinsame Momente, um das Miteinander und um die Freude an Basketball.
Mit der Zielsetzung Sport und Soziales zu verbinden, stellt das GES somit einen verlässlichen Kooperationspartner dar und ist zudem Koordinierungsstelle für BasKIDball am Standort Stuttgart. Das Projekt ist allen interessierten Kindern und Jugendlichen kostenlos zugänglich. Egal, ob diese ihre Basketballkenntnisse verbessern, mit anderen spielen oder einfach ein paar Körbe werfen möchten. Zudem soll das Angebot als Ergänzung und Brücke zu Nachtsportangeboten wie „Basketball um Mitternacht“ (BuM) dienen, wo die Teilnehmenden – ihnen aus den BasKIDball-Angeboten bereits bekannte Gesichter – wiedertreffen können.
Wir bedanken uns herzlich bei der BKK VerbundPlus, deren Unterstützung das Projekt in Stuttgart möglich macht! Weitere Informationen zu BuM sind hier zu finden.










