Ferienlerncamp für neuzugewanderte Jugendliche an beruflichen Schulen

Ferienlerncamp für neuzugewanderte Jugendliche an beruflichen Schulen

Seit Montag findet im Jugendhaus Neugereut erstmals ein Ferienlerncamp statt, das die Stuttgarter Jugendhausgesellschaft (stjg) gemeinsam mit dem GES anbietet. Initiiert hatte das Projekt die Bildungskoordination für neuzugewanderte Kinder und Jugendliche der Abteilung Stuttgarter Bildungspartnerschaft. Hintergrund ist der große Bedarf an zusätzlicher Unterstützung von aus dem Ausland zugezogenen Jugendlichen an beruflichen Schulen. Diese haben neben dem Deutschspracherwerb nur eine kurze Zeitspanne, um einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen. Die Woche dient den Teilnehmenden zur Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss und zur beruflichen Orientierung. Das Ferienlerncamp konzentriert sich dabei nicht allein auf schulische Inhalte, sondern will über erweiterte pädagogische Angebote motivieren.

Los ging es am Montagmorgen um 8.00 Uhr. Trotz der hohen Anzahl an Nachfragen und Anmeldungen war die Anspannung der Organisatoren im Vorfeld groß, wie das Angebot dann tatsächlich auch angenommen wird. Doch bereits um 7.30 Uhr standen die ersten motivierten Schülerinnen und Schüler vor der noch verschlossenen Türe. Letztendlich hatten sich 27 junge Menschen aus 14 Nationen im Jugendhaus eingefunden, die eigeninitiativ und freiwillig das Angebot annahmen.

Laora Balducci, die das Projekt federführend für das GES durchführt, zieht ein positives Zwischenfazit: „Es ist schön zu sehen, dass die Jugendlichen nicht nur freiwillig und motiviert an sich arbeiten, sondern mit der Zeit auch aus sich herauskommen und viele schöne und spannende Gespräche entstehen.“

Den Jugendlichen wird in der Ferienwoche ein abwechslungsreiches Programm geboten. Von Montag bis Samstag vermitteln qualifizierte Lehrkräfte anhand verschiedener Methoden Deutsch und Mathematik. Außerdem finden unterschiedliche Aktivitäten statt, die unter anderem durch die Kooperation mit dem Ausbildungscampus, der Stadtbibliothek und Ausbildungsbetrieben realisiert werden. Jeder Tag ist durch den Wechsel von schulischen, sportlichen, erlebnispädagogischen und berufsspezifischen Inhalten facettenreich und kurzweilig gestaltet. So sehen es auch die Teilnehmenden: Die 17 jährige Base aus Syrien lobte die „Abwechslung von Unterricht und Ausflügen. Das macht es sehr entspannt.“ Für den 16-jährigen Eqbal aus Afghanistan ist es bereits das zweite Mal, dass er in den Schulferien an einem Lernprojekt teilnimmt: „Man lernt hier neue Leute kennen und viele neue Dinge, was mir sehr weiterhilft.“

Das Ferienlerncamp läuft noch bis Samstag. Aufgrund der hohen Nachfrage am Pilotprojekt sind weitere Lerncamps für das Jahr 2019 geplant.

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